8.2.09

Der „Alte Silvester“ am 13.Jänner 2009 im Appenzell













Obwohl gesetzlich seit 1798 vorgeschrieben, weigerten sich die Urnäscher im Kanton Appenzelllänger als andere reformierte Ausserrhoder Gemeinden, den Gregorianischen Kalender anzuerkennen (1582 Kalenderreform durch Papst Gregor XIII). Sie hielten hartnäckig am alten Julianischen Kalender fest, der bis Mitte des 19. Jahrhunderts im Appenzeller Kalender noch eingetragen war.
Die Ursprünge des Chlausens sind nicht bekannt. Lange als heidnisch bezeichnet, dürfte es nach neueren Forschungen auf einen spätmittelalterlichen, entarteten Nikolaus-Brauch zurück-zuführen sein. Erstmals wird das ‹Klausen› 1663 schriftlich erwähnt. Da wehrt sich die kirchliche Behörde gegen das „in der Nacht herumlauffen mit schellen und polderen in Form des Niklausens“. Noch lange versuchte die Obrigkeit vergeblich, dem oft wilden Treiben den Riegel zu schieben.
Obwohl viele Frauen tief mit dem Brauch verbunden sind, überlassen sie das „Chlause“ den Männern. „Chlause“ ist körperlich sehr anstrengend, „en Groscht“ samt Schelle oder Rolle wiegt bis zu 40 kg und „en Strech“ kann bis zu 20 Kilometer lang sein.

--> Photos von unserem Besuch bei den "Silvesterchläusen" siehe:
http://www.flickr.com/photos/33835167@N07/sets/72157613500540672/show/

30.12.08

2008 Belarus - in anderer Mission



Belarus in anderer Mission.
Ich hatte die Gelegenheit, im Rahmen der OSCE-Election Observation Mission als internationaler Wahlbeobachter zu fungieren. Eine spannende und interessante Tätigkeit. Die Aufgabe führte mich in ein Team im Osten von Belarus – nahe der russischen Grenze. Eine Gegend von Belarus, die mir nicht bekannt war, aber die Bilder gleichen sich: zwar materiell nicht der Status, den wir gewohnt sind – aber dies tut der Herzlichkeit der Menschen keinen Abbruch. Überall – auch in der offiziellen Funktion – freundlicher Empfang. Besonders herzlich wie immer der Kontakt zu den Menschen auf dem Lande. Eine schöne Erfahrung mehr.

mehr Photos:
http://www.flickr.com/photos/14693428@N04/sets/72157611834921487/show/

31.12.07

2007 Tchernobyl - 21 Jahre danach










26.April 1986 - die Atomkatastrophe von Tchernobyl verändert vieles. Unser Bewußtsein, unser Leben. Aber auch weite Landstriche in der Ukraine und Belarus. Unbewohnbar sind sie für 25.000 Jahre - unvorstellbar, grauenhaft.
21 Jahre danach - wir haben die seltene Möglichkeit, direkt bis zum Unglücksreaktor zu gehen. Ein beklemmendes Gefühl. Genauso beklemmend wie der Besuch in der ausgesiedelten Stadt Pripjat - die wenige Tage nach der Katastrophe fluchtartig verlassen werden mußte. Auch sie - Sperrzone über tausende von Jahren. Da wird bewußt, was der Mensch dem Menschen angetan hat. Ein Mahnmal, das frösteln macht.

2007 Ukraine und Belarus

Wieder einmal Ukraine und Belarus - diesmal mit einer kleinen Delegation des Vorarlberger Landtages. Das Thema: Energie. Zu sehen, was die Atomkatastrophe von Tchernobyl angerichtet hat. Zu erleben, was Hilfe aus Vorarlberg in all den Jahren bewirkt hat. Zu spüren, wie Gastfreundschaft lebt. Zu wissen, daß auch mit kleinen Schritten viel bewirkt werden kann. Vor 15 Jahren war ich zum erstenmal in dieser Region - vieles hat sich verändert und noch viele Chancen für positive Veränderung sind vorhanden.

24.2.07

die alte Stickerei meines Großvaters

26.12.06

Streifzüge durch Wien



.
Wien - eine Stadt mit vielen Gesichtern. Das kann man eigentlich von jeder Stadt sagen - und doch: hier ist vieles ganz nah beieinander - vergessene Winkel genauso wie vergangene Zeiten und Modernität - alles ist immer ein Erleben wert

--> mehr Photos von Streifzügen durch Wien

25.12.06

Landsgemeinde Glarus 2006



.
Noch gibt es sie - die direkte Demokratie in der Schweiz. Einmal im Jahr, Ende April, versammeln sich die Stimmberechtigten des ganzen Kantons unter freiem Himmel und stimmen über die Landesgesetze ab. Archaisch anmutend, mit martialischem Auftritt, aber doch voll Ernsthaftigkeit und erfüllt mit Sinn - so bietet sich das Bild dar. Mehr wie nur ein interessantes Schauspiel.

--> mehr Photos von der Landsgemeinde

14.12.06

20 Jahre nach Tschernobyl



.
Noch 20 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl sind die Folgen davon in Belarus spürbar - ganze Landstriche sind auf Jahrhunderte, Jahrtausende verwüstet. Über 400.000 Menschen wurden umgesiedelt - und doch: immer wieder kehren gerade alte Leute zurück in ihre verstrahlte Heimat, um dort zu leben und zu sterben. So wie hier in Bartolomevka in der Nähe von Vetka bei Gomel.

---> mehr Fotos von Bartolomevka

Mecklenburg-Vorpommern 2006



.
Eine Woche Urlaub in einer schönen ruhigen Gegend - lange Alleen mit flirrendem Lichterspiel, Weizenfelder wechseln ab mit kleinen Wäldchen in einer sanften hügeligen Landschaft, mittelalterliche Städtchen laden zum träumen ein

--- mehr Photos